Wartesemester? Die Zeit sinnvoll überbrücken

Wartesemester sinnvoll überbrücken

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Wartesemester? Wie Sie die Zeit bis zum Studium sinnvoll überbrücken

Keine Sorge, wenn es mit dem Studienplatz nicht auf Anhieb geklappt hat. Die hohen Anforderungen der Hochschulen machen es angehenden Studenten oft nicht leicht, den gewünschten Studienplatz zu bekommen. Dann können Wartesemester zur erfolgreichen Immatrikulation beitragen. Außerdem sind sie die perfekte Gelegenheit, neue Erfahrungen zu sammeln und Herausforderungen anzunehmen. Wir zeigen Ihnen sechs Möglichkeiten, wie Sie die Zeit bis zum Studium sinnvoll nutzen können.

Was sind Wartesemester?

Im Zeitraum zwischen dem Erwerb Ihrer Hochschulzugangsberechtigung und Ihrem tatsächlichen Studienstart sammeln Sie Wartesemester, solange Sie noch nicht Immatrikuliert sind. Die gesammelten Semester erhöhen Ihre Chancen auf einen Studienplatz im gewünschten Fach – wie lang genau Sie warten müssen, hängt von vielen Faktoren ab und ist schwer zu bestimmen. Hochschulen prüfen die Bewerbungen vor jedem Semester erneut – somit hängt Ihre Zulassung auch von Ihren Mitbewerbern ab.

Was kann man während der Wartesemester machen?

Die Optionen sind vielfältig: Je nach Interessen und beruflichen Zielen können Sie Ihre Wartesemester nutzen um etwas Geld zu verdienen, zu Reisen, Praktika zu absolvieren oder Freiwilligenarbeit zu leisten. Vielleicht sind die folgenden Ideen für Sie interessant:

Absolvieren Sie Praktika

Praktika sind eine hervorragende Möglichkeit, um vor dem Studium etwas Praxiserfahrung zu sammeln. Je nach Branche, sind Praktika von wenigen Wochen, bis zu mehreren Monaten denkbar. Zwar werden Praktikantinnen und Praktikanten in der Regel nicht besonders gut bezahlt, dafür bekommen Sie einen Einblick in die vielfältigen Tätigkeiten, die Sie nach dem Studium erwarten. Darüber hinaus knüpfen Sie Kontakte in die Wirtschaft, die Ihnen im späteren Berufsleben nützlich sein können.

Vielleicht wollen Sie während des Studiums im gleichen Unternehmen als Werkstudent weiterarbeiten? Auch wenn die Aufgaben Ihnen nicht auf Anhieb gefallen sollten, lernen Sie etwas Neues und können sich gegebenenfalls noch für einen anderen Studiengang entscheiden.

Reisen oder studieren Sie im Ausland

Warum nicht ein Studium in einem unserer Nachbarländer beginnen? Gegebenenfalls können Sie sich absolvierte Kurse sogar anrechnen lassen, falls Sie später in Deutschland weiterstudieren. Die Zeit, die Sie an ausländischen Hochschulen verbringen, haben in den meisten Bundesländern keinen Einfluss auf die gesammelten Wartesemester. Wie es speziell an Ihrer Wunschhochschule ausschaut, erfragen Sie am besten im jeweiligen Studiensekretariat. Viele internationale Studiengänge werden auf Englisch angeboten, also machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie die Landessprache (noch) nicht beherrschen.

Falls Sie lieber Ihre Freiheit genießen möchten, könnten Sie stattdessen auch auf eigene Faust die Welt bereisen, ohne an Seminare und Hausarbeiten gebunden zu sein. Jede Reise ist eine neue Erfahrung – und nebenbei verbessern Sie Ihre Sprachkenntnisse!

Jobben: Sammeln Sie Praxiserfahrung

Sie müssen nicht unbedingt ein Praktikum absolvieren, um etwas Praxisluft zu schnuppern. In vielen Unternehmen werden motivierte Mitarbeiter in verschiedensten Aufgabenbereichen gesucht. Auch hier finden sich gute Möglichkeiten, in der Branche zu arbeiten, in der Sie während oder nach Ihrem Studium aktiv werden wollen.

Zwar arbeiten Sie dabei nicht als Arzt, sondern vielleicht als Pfleger oder Praktikant im Krankenhaus. Nicht als Anwalt, sondern als Gehilfe oder Assistent. Trotzdem werden Sie spannende Einblicke in die Tätigkeitsfelder der jeweiligen Fachrichtung bekommen, und gleichzeitig eine anständige Bezahlung. Bestenfalls sparen Sie von Ihrem Gehalt etwas fürs anstehende Studium. Ebenso wie Praktika, werden solche Praxiserfahrungen bei späteren Bewerbungen sehr gern gesehen.

Leisten Sie Freiwilligenarbeit

Auch Freiwilligendienste können Sie auf der ganzen Welt leisten: Neben dem freiwilligen sozialen Jahr (FSJ), das Sie in sozialen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulen oder Kindertagesstätten absolvieren können, ist auch das freiwillige ökologische Jahr (FÖJ) eine willkommene Alternative. Im FÖJ kämpfen Sie für den Umwelt- und Tierschutz – diverse Organisationen weltweit sind auf die Hilfe Freiwilliger angewiesen. Dabei sammeln Sie wichtige Lebenserfahrung, tun Gutes für die Gesellschaft oder den Planeten und bekommen – je nach Tätigkeit und Einrichtung – ebenfalls ein kleines Gehalt ausbezahlt.

Beginnen Sie eine Berufsausbildung

Vor dem Studienstart eine Berufsausbildung zu absolvieren ist nichts Ungewöhnliches – insbesondere in zulassungsbeschränkten Fächern. In der Ausbildung sammeln Sie nicht nur Wartesemester, sondern auch jede Menge Praxiserfahrung. Wenn Sie nach Ihrem Studienabschluss bereits eine vollendete Ausbildung vorweisen können, sind Sie gegenüber Ihren Mitbewerbern klar im Vorteil. An einigen Hochschulen verbessert eine Ausbildung sogar den NC Schnitt!

Auch während einer Berufsausbildung müssen Sie, wie im Praktikum, in Vollzeit mitarbeiten. Dabei merken Sie schnell, ob das Berufsfeld zu Ihnen passt, oder nicht. Falls Sie bereits nach einigen Monaten merken, dass die Ausbildung überhaupt nichts für Sie ist, können Sie sich problemlos umorientieren – sowohl was die Ausbildung, als auch den gewünschten Studiengang betrifft. Die wertvollen Erfahrungen und Wartesemester sind Ihnen sicher.

Falls Sie mehr über die Themen Wartesemester, Studienstart und Berufsorientierung erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gern für ein kostenloses Vorgespräch. Karrierefuchs bietet umfassende und individuelle Persönlichkeits- und Potenzialanalysen.